Fair und wertschätzend kündigen Teil 2 — Kommunizieren Sie frühzeitig und offen!

Der Verlust des Arbeitsplatzes ist ein besonders emotionales Thema. Nichts ist für Mitarbeiter schlimmer, als im Unklaren gelassen zu werden über Schwierigkeiten und Umstrukturierungen im Unternehmen – oder aber davon aus der Presse zu erfahren. Denn Geheimnistuerei und vorenthaltene Informationen heizen nur die Gerüchteküche an und verunsichern die Belegschaft.

Dem können Sie vorbeugen mit einer offenen und einheitlichen Kommunikation – von Beginn an!

Folgende Handlungsempfehlungen haben sich in der Praxis bewährt:

Setzen Sie sich frühzeitig mit Ihrer Führungsmannschaft zusammen und legen Sie fest, was wann wer wie kommuniziert – und halten Sie sich konsequent daran. Aus Erfahrung hilft es, einheitliche Botschaften zu definieren, an denen Sie und Ihre Führungskräfte sich in den unterschiedlichsten Gesprächen orientieren können. Aber Vorsicht: vermeiden Sie Floskeln und Worthülsen, bleiben Sie authentisch. Denn Vertrauen ist der Nährboden für ein gutes Betriebsklima und gerade in solch unsicheren Phasen ein wichtiger Faktor für den Erfolg der Umstrukturierung.

Am besten informieren Sie die Mitarbeiter im Rahmen einer Betriebsversammlung, bei der folgende Fragen beantwortet werden:

  • Warum findet der Abbau statt?
  • Was ist das Ziel?
  • Wie viele Mitarbeiter müssen das Unternehmen verlassen? Welche Hilfestellungen erhalten diese?
  • Was bedeutet das für die bleibenden Mitarbeiter? Müssen Teams und Abteilungen umstrukturiert werden?
  • Wie ist das genaue (zeitliche) Vorgehen?
  • Wofür steht das Unternehmen nach der Umstrukturierung? Was ist die Vision?

Spielen Sie mit offenen Karten und erklären Sie anhand von Beispielen, Zahlen und Fakten, weshalb der Personalumbau unumgänglich ist und was dies im Detail für die Belegschaft bedeutet. Suchen Sie den Austausch, geben Sie Fragen, Sorgen, Ängsten und Bedenken Raum und nehmen Sie diese ernst!

Nur so wird der Auswahlprozess für alle nachvollziehbar: Zum einen verstehen die betroffenen Mitarbeiter die Gründe besser, zum anderen erhalten die Bleibenden eine klare Perspektive und Motivation, am Umbau mitzuarbeiten.

Größere Unternehmen sollten sich außerdem überlegen, die Öffentlichkeit zu informieren – am besten zeitnah zur Belegschaft. Denn ein Personalabbau, der nach außen wie eine Nacht-und-Nebel-Aktion wirkt, kann einen schweren Imageschaden nach sich ziehen und die Umstrukturierung scheitern lassen.

Wie Sie einen Personalabbau umfassend vorbereiten, das lesen Sie in Teil 3 unserer Serie „Fair und wertschätzend kündigen“. 

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