Jobmöglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt: Vom Finanzsektor in den öffentlichen Dienst?

Banken und Sparkassen müssen im Zuge verschärfte Wettbewerbsbedingungen, andauernder Niedrigzinspolitik, fortschreitender Digitalisierung und neuer regulatorischer Anforderungen umstrukturieren. Dies betrifft nicht nur das Filialnetz, sondern auch die Zentralen. Angestellte müssen sich neu orientieren. Ein Trend, den wir dabei beobachten: Viele Betroffene wechseln in den öffentlichen Dienst. Woran das liegt, möchten wir in unserem aktuellen Beitrag erläutern.

Digitalisierung macht Bankfilialen obsolet

Digitale Angebote rund um das Online-Banking nehmen immer stärker zu, sodass für viele Kunden kein Anlass mehr besteht, eine Filiale aufzusuchen. Das Konzept der Bank- und Sparkassenfiliale wird somit obsolet. Das bundesweit schrumpfende Filialnetz macht das deutlich. In den vergangen 10 Jahren sind ein Drittel aller Bank- und Sparkassenfilialen wegefallen  –  und die Digitalisierung nimmt weiter an Fahrt auf. Sie sorgt u. a. auch dafür, dass die bisherige Struktur in den Zentralen modifiziert werden muss. So stehen viele vom Abbau betroffene Angestellte vor der Wahl: innerhalb der Finanzbranche wechseln oder sich eine neue Herausforderung in einem anderen Sektor suchen.

Wir unterstützen Banken und Sparkassen schon seit vielen Jahren dabei, betroffenen Mitarbeitern den Weg in eine neue Anstellung zu erleichtern  –  sowohl innerhalb als auch außerhalb des Unternehmens. So z. B. eine Sparkasse mit ca. 1.200 Mitarbeitern, die im Zuge einer Umstrukturierung Personal um- und abbauen musste. Unsere Aufgabe bestand darin, gemeinsam mit dem Personalmanagement geeignete Maßnahmen auszuwählen und umzusetzen sowie den Change Prozess durch die Schulung der Führungsebene aktiv zu begleiten. Für detaillierte Informationen zur Vorgehensweise und zum Ergebnis des Projekts fordern Sie gerne die komplette Fallstudie an.

Schon heute fehlen dem öffentlichen Dienst 300.000 Mitarbeiter*innen.

Ein wachsender Arbeitsmarkt

Was wir im Rahmen unserer Beratung zunehmend feststellen: Die gehenden Mitarbeiter*innen suchen vermehrt im öffentlichen Dienst nach neuen Stellen. Von den ca. 500 Bank- und Sparkassenmitarbeitern, die wir in den letzten vier Jahren betreut haben, konnten knapp 94 Prozent eine neue Beschäftigung finden. Für den öffentlichen Sektor gibt es hier einen deutlichen Trend. Allein im letzten Jahr sind hier 56 Prozent der Mitarbeiter*innen untergekommen. Dieser Trendprognose liegen vor allem zwei Ursachen zugrunde:

Erstens fehlen schon heute in Deutschland 300.000 Staatsdiener*innen. Und zweitens werden in den kommenden 10 Jahren ca. 1,3 Mio. Menschen den öffentlichen Dienst verlassen.

2020 betitelte der Gewerkschaftsverband „Beamtenbund und Tarifunion“ (dbb) den öffentlichen Dienst als Sanierungsfall und warnte, dass schon heute 300.000 Beschäftigte fehlen  –  und zwar „in der frühkindlichen Bildung, in Schulen und Berufsschulen, bei den Sicherheitsbehörden, in Justiz und Finanzämtern, im Gesundheitsdienst, in der Pflege, in der Sozialen Arbeit, im technischen Dienst, bei den Bürgerdiensten, in der Lebensmittelkontrolle, in Natur- und Umweltschutz“. Gleichzeitig rollt eine Pensionierungswelle auf den Sektor zu. Die Babyboomer-Generation geht in den nächsten 10 Jahren in Rente. Hier öffnet sich also ein vielversprechender Arbeitsmarkt.

Kompetenzen der Filialmitarbeiter passen perfekt

Doch warum sollten Mitarbeiter*innen ausgerechnet vom Finanzsektor in den öffentlichen Dienst wechseln? Nun: Auch Behörden und Ämter sind letztlich Dienstleister, die sich an den Kunden (hier: den Bürgern) orientieren müssen. Angestellte aus dem Finanzsektor sind oftmals sehr serviceorientiert aufgestellt. Sie haben Kunden und Mitarbeiter*innen beraten und bringen somit ideale soziale Kompetenzen mit. Sie können komplexe Sachverhalte vereinfacht darstellen und gehen Probleme lösungsorientiert an. Ein Quereinstieg bietet zudem Vorteile einer Beamtenlaufbahn sowie gute Aufstiegschancen, Gehalt und Altersvorsorge. Außerdem weisen der öffentliche Dienst und der Finanzsektor auch strukturelle Ähnlichkeiten auf  –  besonders im Aufbau der Unternehmensorganisation und der hierarchischen Strukturen. Das macht den Umstieg also auch nochmal leichter.

So sehen das auch betroffene Finanzmitarbeiter*innen, die nach unserer Beratung im öffentlichen Dienst Fuß gefasst haben: „Nach über 30 Jahren im Bankenbereich musste und wollte ich mich neuorientieren. Ich bekam Unterstützung durch die Firma Schauenburg [bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen], tolle Tipps zur Recherche einer Stellenbeschreibung und wir haben hilfreich Vorstellungsgespräche geübt. Wir haben intensiv Stärken und Schwächen herausgearbeitet und ich habe dadurch einiges Neues über mich erfahren. Im September [2020] konnte ich mich nun über ein passendes Jobangebot [im öffentlichen Sektor] freuen!“

Sie möchten mehr erfahren?

Unsere Fallstudien und Erfahrungsberichte geben Ihnen einen Überblick, wie wir mit Finanzdienstleistern und Betroffenen arbeiten  –  und welche Erfolge wir für alle Beteiligten dabei erzielen. Eine Vermittlungsquote von 94 Prozent spricht für sich. Fordern Sie die vollständigen Berichte gerne per E-Mail bei uns an.

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