Fachkräfte von morgen finden? Neue Herangehensweisen sind gefragt!

Eine aktuelle PwC-Analyse prognostiziert dem Handel und der Konsumgüterindustrie einen drohenden Fachkräftemangel. Eine Handlungsempfehlung der Wirtschaftsprüfer: Vorhandene Mitarbeitende weiterqualifizieren und neue für die Branche begeistern. Dass Unternehmen zunehmend auf die Weiterentwicklung ihrer Mitarbeitenden setzen, spiegelt sich auch in unserer Weiterbildungsstudie Norddeutschland wider.

Wo aber stehen die Unternehmen in unserer Region beim Thema »Fachkräfte von morgen«? Die aktuellen Personalengpässe lassen sich nicht allein durch Weiterbildung und Qualifizierung der bestehenden Belegschaft lösen. Die Frage lautet auch, wie Unternehmen bei der Ebbe am Arbeitsmarkt neue, junge Fachkräfte finden und langfristig an das Unternehmen binden können. Hier sind vor allem auf Unternehmerseite innovative Herangehensweisen gefragt, denn: Junge Arbeitskräfte können sich ihren Arbeitgeber heute oftmals frei auswählen. Oder zugespitzt ausgedrückt: Das Unternehmen muss sich bei ihnen bewerben.

Den Unterschied machen – aber wie?

Das große Buhlen um die besten Köpfe hat längst begonnen: Laut einer Bitkom-Studie stellen 92 Prozent der Unternehmen kostenlose Getränke zur Verfügung, jedes fünfte (21 Prozent) bietet sogar kostenlose Lebensmittel an. Sieben von zehn (71 Prozent) erlauben flexible Arbeitszeiten und fast die Hälfte (46 Prozent) setzt auf Vertrauensarbeitszeit. Nur: Wenn alle Unternehmen das Gleiche versprechen  –  wie können Arbeitgeber hier den Unterschied machen?

In der Regel sollten Unternehmen schon bei den Schulabgängern ansetzen. Denn hier zeigt sich: Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung sind 53 Prozent der Schüler und Jugendlichen vom Angebot an Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten überfordert. Häufig wird auf Rat von Familie oder Freunden mit etwas »scheinbar« Passendem begonnen, ohne dass sich die Jugendlichen ihrer genauen Kompetenzen und Fähigkeiten bewusst sind. In der Folge stellen dann viele fest, dass es nicht passt. Die Folge: Es kommt zu Ausbildungs- und Studienabbrüchen.

Die berufliche Orientierung fällt vielen jungen Menschen schwer. Foto: Umar ben @unsplash.com

Mehr Orientierung – mit Meet & Eat

Damit junge Menschen mehr Klarheit darüber erlangen, in welchen Bereichen sie zukünftig arbeiten möchten, brauchen sie Orientierung von Seiten der Arbeitgeber. Das ist mit Info-Broschüren oder vermeintlich »coolen« Rap-Videos der Personalverantwortlichen nicht getan. Die Fachkräfte von morgen müssen gezielt über die Berufs- und Ausbildungsmöglichkeiten informiert werden. Und das gelingt in unseren Augen am besten, wenn die Arbeitgeberseite auf sie zugeht und heraushört, was sich die jungen Menschen vorstellen.

Das funktioniert zum Beispiel wunderbar bei einem gemeinsamen Mittagessen zwischen Jugendlichen und Unternehmensvertretern. Unser eigens dafür entwickeltes Format ›Meet & Eat‹ greift genau das auf. Die Unternehmen gehen in Schulen – und unterhalten sich auf Augenhöhe in entspannter und ungezwungener Atmosphäre mit den Schülern über deren Interesse, über den Berufszweig sowie Ausbildungs- oder Studienmöglichkeiten. Sie beantworten direkt Fragen und werden somit viel greifbarer für die jungen Menschen.

Wir haben bereits ein paar ›Meet & Eat‹ Veranstaltungen an Kieler Schulen durchgeführt. Die positive Resonanz war überwältigend. Und auch die Kieler Nachrichten berichteten über das Format. Wir glauben fest daran, dass sich Unternehmen bei der aktuellen Arbeitsmarktrealität die Mühe machen sollten, den ersten Schritt auf die Fachkräfte von morgen zu gehen.

Wenn Sie Fragen zu „Meet & Eat“ haben oder selbst dabei sein möchten, wenden Sie sich gerne an Felix Schauenburg über info@personalumbau.de.

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